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Nur wer das Wesentliche auf den Punkt bringt,
setzt Ausrufezeichen!

Nur wer das Wesentliche auf den Punkt bringt, setzt Ausrufezeichen!

Schreiben können viele. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Aber wenn es darum geht, zentrale Markenbotschaften auf den Punkt zu bringen, trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen: Seit mehr als zwanzig Jahren entwickle ich überzeugende Werbetexte, Kommunikationskonzepte und redaktionelle Artikel für Agenturen, Verlage oder Direktkunden aus allen Branchen. Immer mit dem Anspruch, kreative Ausrufezeichen zu setzen, die bei der Zielgruppe im Kopf bleiben.

Produktspots CLIMAX

Mit dieser extrem starken und abriebfesten Angelschnur ist man nicht nur am Wasser für jede Challenge gerüstet.

Auftraggeber: Bayer & Borgolte Werbeagentur
Marke: CLIMAX / OCKERT GmbH
Bestandteile: Produktfilme "Abriebfestigkeit" und "Tragkraft"
Leistung: Idee, Treatment und Claim

Anzeige Skoda-Strassenkuenstler
Advertorial-Skoda Scala
Textauszug

Eine Premiere wie gemalt.
Große Präsentation am 18. Mai bei Auto & Service PIA GmbH

Prag – Tel Aviv – München: Wo dieser neue Straßenkünstler aus Tschechien auftritt, erobert er mit seinem aufregenden Design die Herzen aller Kompaktwagenfans. Am 18. Mai steht die große Präsentation bei Auto & Service an. Spektakulär in Szene gesetzt von einem angesagten Street Artist!

Unter Graffiti-Künstlern und Automobil- Herstellern gelten im Grunde genommen die gleichen Erfolgsregeln: Nur, wer seine Fangemeinde mit einem einzigartigen „Style“ und „Drive“ begeistert, erntet am Ende den „Fame“, der den gewissen Unterschied macht. Der Neue ŠKODA SCALA ist das beste Beispiel dafür! Seine großartige Success Story beginnt im November 2018 nahe der Prager Karlsbrücke – mit der Idee, den jüngsten Spross des tschechischen Fahrzeugherstellers künstlerisch vor der berühmten John Lennon Wall in Szene zu setzen. Gesagt, getan: Der bekannte Street Artist „Chemis“ verpasst dem aufregenden Kompakten einen extravaganten Camouflage-Look, der das Auto fast nahtlos mit den Graffiti-Motiven auf der Wand zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk verschmelzen lässt. Dabei zeigt das positive Feedback vieler Passanten während des Shootings, dass dieses coole Image für den ŠKODA SCALA wie die Faust aufs Auge passt. Aber natürlich glänzt dieser nicht nur mit seinem Design, sondern sprüht als echter Straßenkünstler auch förmlich vor Fahrfreude. Davon konnten sich seit der offiziellen Weltpremiere am 6. Dezember in Tel Aviv bereits einige ŠKODA-Fans live hinterm Steuer überzeugen.

Ungebremst weiterlesen!

MÜNCHNER STREET ART IN BESTFORM.

Die begeisternden Auftritte in Prag und Tel Aviv sind erst der Anfang! Denn jetzt dürfen sich alle bayerischen Kompaktwagenfans auf die große Präsentation am 18. Mai bei Auto & Service freuen. Und die hat es wirklich in sich: In den drei Filialen in der Landsberger Straße, am Frankfurter Ring und in der Meglingerstraße erwartet die Besucher von 9 bis 14 Uhr ein buntes Action-Programm vom Feinsten. Dabei dreht sich alles um den Neuen ŠKODA SCALA, der emotionales Design mit einem starken Charakter verbindet – und bei gerade einmal 4,36 Metern Länge genau so viel Platz wie ein OCTAVIA bietet. Dazu kommen fünf spritzige Motorvarianten von 90 bis 150 PS und viele innovative Features wie ein frei konfigurierbares Virtual Cockpit. Für die artgerechte Inszenierung dieser ganz besonderen Straßenkünstler-Premiere sorgt der renommierte Münchner Street Artist Marco Reinhardt. Er wird einen selbstkreierten ŠKODA SCALA-Schriftzug in drei aufeinanderfolgenden Live Painting-Acts um 9:30 Uhr in der Filiale Süd, 11:00 Uhr in der Filiale West und 12:30 Uhr in der Filiale Nord vor den Augen der Besucher an die Wand sprühen. Weil die spezielle Mauerfläche aus Ytong besteht, können die einzelnen Steine am Ende der jeweiligen Veranstaltung unter den Gästen verteilt werden. So darf jeder ein persönliches Erinnerungsstück an dieses unvergessliche Event mit nach Hause nehmen. Natürlich warten an allen drei Locations viele weitere Highlights wie coole Foodtrucks mit leckeren „Grilling me softly“-Burgerkreationen. Und für die ersten 300 Besucher gibt’s stylische Graffiti Bags for free! Alle ŠKODA-Fans sollten sich deshalb den 18. Mai ganz dick in ihrem Terminplaner anstreichen und schon mal das Allerbeste ausmalen: Denn mit dem Neuen SCALA ist ŠKODA – im Sprayer-Jargon gesagt – ein echter „Burner“ gelungen!

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Social Media-Umsetzung zur Bewerbung der Filmspots

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BORN:LIVING

Das Leben kann so schön sein, wenn man sich’s ab und zu gut gehen lässt: Morgens ohne Wecker aufwachen und einfach noch mal umdrehen. Beim Blick aus dem Fenster die zauberhafte Landschaft genießen. Nach einer erfrischenden Dusche gemütlich frühstücken und den ganzen Vormittag im Bademantel verbringen. Zwischen Saunagang und Massage einen leckeren Snack aufs Zimmer bestellen. Am Abend bei einem Glas Wein den Sonnenuntergang über dem See bewundern. Und sich dann zur Feier des Tages noch ein kleines Gute-Nacht-Ständchen von den Vögeln im Garten zwitschern lassen. Diese und viele weitere besondere Wohlfühlmomente warten in jedem unserer 97 Zimmer. Bleibt also nur noch die Frage, für welches man sich entscheidet.

BORN:SPA

Es gibt nichts Erholsameres als einfach mal abzutauchen, um dem Alltagsstress zu entfliehen: Ganz entspannt die Beine ausstrecken und mit einer wohltuenden Massage verwöhnen lassen. Bei einem herrlichen Aufguss in der Kräutersauna relaxen. Mit geschlossenen Augen in der Whirlecke liegen und von der Musik berieseln lassen. Zwischendrin ein paar Bahnen im Salzwasserbecken ziehen. Am Nachmittag mit einer heißen Tasse Tee am Seeufer entlang schlendern. Abends ein gesundes Dinner genießen. Vor dem Schlafengehen ein paar Yoga-Übungen auf der Dachterrasse machen. Und am nächsten Morgen wie ein neuer Mensch aufwachen. Kurz: In unserem Spa-Bereich werden Wellnessträume wahr.

BORN:EVENTS

Manchmal wünscht man sich, dass die Zeit stehen bleibt. Weil dieser eine Augenblick einfach perfekt ist: Wenn der schönste Tag des Lebens genauso abläuft, wie man ihn sich immer erträumt hat. Wenn ein Gala-Abend für Gänsehaut-Atmosphäre sorgt. Wenn bei Familien- und Firmenfeiern alle Gäste ein Leuchten in den Augen haben. Oder wenn besondere Events zum Aha-Erlebnis für die Sinne werden. In unserem Veranstaltungsbereich sind solche bewegenden Eindrücke an der Tagesordnung. Weil wir jedes Event mit so viel Liebe zum Detail planen und durchführen, als ob es unser eigenes wäre. Denn am Ende zählt für uns nur eines – begeisternde Erlebnisse zu schaffen, über die man noch viele Jahre spricht.

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Textauszug

Ein Mann. Eine Axt. Ein Abenteuer.

Back to the Roots: Die jüngste Axt-Familie von Fiskars weckt schlagartig unsere Urinstinkte – Holz hacken und Feuer machen.

Echte Kerle denken bei „Holz vor der Hütte“ nicht sofort an weibliche Reize. Aus gutem Grund: Schließlich liegt es in der Natur des Mannes, erst einmal für eine vernünftige Wärmequelle zu sorgen, bevor man es sich in der Höhle gemütlich macht. Das Vorbereiten von Brennholz ist somit ein uralter Instinkt, der selbst im Zeitalter der Zentralheizungen und Fertigbriketts allgegenwärtig bleibt. Kein Wunder also, dass wir heute noch genauso vom Holzspalten fasziniert sind wie unsere Vorfahren vor sechstausend Jahren, als sie das erste beilähnliche Werkzeug zum Bäumefällen entwickelten. Ganz gleich, ob ein gemütlicher Grillabend mit Freunden oder fleißiges Vorrätesammeln für den Winter ansteht: Es gibt auf dieser Welt nichts Aufregenderes, als sich in freier Wildbahn mit einer Axt um Feuermaterial zu kümmern. Sobald einem der unverwechselbare Geruch von frischem Holz in die Nase steigt, krallen sich beide Fäuste intuitiv um den griffigen Stiel des modernen Spaltwerkzeugs – und spätestens, wenn der messerscharfe Stahlkopf das erste Scheit in zwei saubere Hälften teilt, liegt tonnenweise Testosteron in der Luft. Nach getaner Arbeit blickt man dann überglücklich auf ein Ergebnis, das aus eigener Kraft entstanden ist. Ein überwältigendes Gefühl. Einfach großartig und absolut echt! Männerherz, was willst du mehr? Außer vielleicht die wärmespendende Beute der besseren Hälfte präsentieren, damit es auch mit dem Süßholzraspeln klappt.

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Hightime

Akrobaten der Lüfte

Adrenalin is in the Air! Ab 25. Oktober sind im österreichischen Spielberg alle Blicke nach ganz oben gerichtet: beim großen Finale der „Red Bull Air Race“-WM. Start frei!

Ladies and Gentlemen, fasten your Seatbelts! Sie sind nämlich ganz schön schnell unterwegs, die Top-Piloten in der schnellsten Motorsportserie dieses Planeten. In ihren Leichtbau-Boliden müssen sie spektakuläre Manöver auf engstem Raum bewältigen, innerhalb von Sekundenbruchteilen geht es von der Waagrechten in die Senkrechte und wieder zurück. Das alles bei satten 400 Sachen. Im Himmel. Quasi „on air“. Ohne Netz und doppelten Boden. Wie viel Geschick und Konzentration die Flugeinlagen im Grenzbereich tatsächlich erfordern und welche Kräfte dabei auf den Körper wirken, das kommentiert Hannes Arch, Red-Bull-Pilot mit österreichischem Pass und aktuell vielversprechender Anwärter auf den Air-Race-WM-Titel, ganz lapidar: „In engen Kurven presst es dich mit bis zu 10 g in die Sitzschale. Da brauchst du Rumpfmuskeln wie ein steirischer Zuchtbulle.“

Hier geht`s rasant weiter!

10 g – das entspricht der zehnfachen Schwerkraft, der sich die Haudegen im Himmel ausgesetzt wissen. Ab 6 g droht Normalsterblichen Bewusstlosigkeit. Aushalten kann man das nur wenige Millisekunden. Dass Arch jedoch topfit und den Herausforderungen somit bestens gewachsen ist, beweisen die Resultate aus den letzten Rennen eindrucksvoll: Vor dem „Heimspiel“ ab 25. Oktober auf und über dem Red Bull Ring hat sich der Routinier eine perfekte Ausgangsposition auf einem Spitzenplatz in der Tabelle erarbeitet – und könnte mit dem Titelgewinn ganz Austria beflügeln. Kein Wunder, dass die Vorfreude auf das Grande Finale von Tag zu Tag in ungekannte Höhen steigt: „Ein WM-Sieg auf dem Red Bull Ring wäre für mich das höchste der Gefühle, ein absoluter Traum“, verrät der sympathische Überflieger aus den Alpen.

MENTALE STÄRKE VERLEIHT FLÜGEL
„Air Racing ist eigentlich ganz einfach: Wer mit der besten Zeit ohne Berührung durch die 20 Meter hohen Pylonen-Tore schwirrt, hat gewonnen“, witzelt der 47-Jährige. Doch die Praxis sieht anders aus: Bei Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h schrumpft der durchschnittliche Abstand von 10 bis 14 Metern zwischen den einzelnen Air Gates auf gefühlte Zentimeter. Um hier sauber und kontaktfrei durchzukommen, ist totale Spitzenpräzision angesagt. Deutschlands erfolgreichster Air-Racer Matthias Dolderer (mit, zuletzt, einem neunten Platz in der Gesamtwertung) bringt die fast schon unmenschlich hohen Anforderungen an die Piloten humorvoll auf den Punkt: „Es ist so, als würde man ein Auto mit Tempo 400 in der Garage einparken.“ Damit die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten aber um Gottes Willen nie völlig die Kontrolle über ihre Hightech-Fluggeräte verlieren, kommen absolute Vorreiter der Leichtflugzeug-Technologie zum Einsatz, speziell entwickelt für höchste Manövrierfähigkeit auf engstem Raum.

Um maximale Geschwindigkeiten von bis zu 425 km/h erreichen zu können, ist die Gesamtkonstruktion mit rund 700 Kilogramm und über sieben Meter Flügelspannweite so leicht und robust wie technisch nur irgendwie möglich, stets unter Berücksichtigung allerhöchster Sicherheitsstandards. In vergangenen Wettbewerben – die letzte WM vor der laufenden wurde 2010 ausgeflogen – war es den Teams noch erlaubt, vor jedem Auftritt diverse Änderungen an ihren Fliegern vorzunehmen. Jetzt, in der Comeback-Saison, nach fast dreijähriger Pause aufgrund einer kompletten Überarbeitung des Sicherheitskonzepts, gehen alle Teilnehmer mit standardisierten Motoren und Propellern an den Start. Seitdem konzentriert sich alles auf eine möglichst ausgeklügelte Aerodynamik des Flugwerks und natürlich das fliegerische Können der Kapitäne im Cockpit. Die Veranstaltung sei dadurch „sportlicher“ geworden, meint Arch, „bei weniger Risiko für uns Piloten“.

SO SIND DIE SPIELREGELN
Das Reglement der Air-Races ist nicht ganz einfach zu durchschauen. Wer vor Ort oder am TV-Schirm (zum Beispiel bei servustv.com) am Ball bleiben will, sollte sich deshalb vorher zumindest kurz mit den Spielregeln auseinandersetzen: An den Samstagen vor den Rennen findet die Qualifikation statt, bei der alle zwölf Piloten je zweimal antreten. Dabei wird immer der bessere Flug gewertet. Daraus ergibt sich dann die Startaufstellung fürs Rennen mit einem speziellen Duell-Modus, bei dem – ähnlich wie bei der Skisprung-Vierschanzentournee – der Erste des Qualifyings auf den Letzten, der Zweite auf den Vorletzten usw. trifft. Die sechs Duell-Gewinner und die beiden zweitbesten Verlierer qualifizieren sich für die Super-8-Ausscheidung. Hier kommen wiederum die besten vier Piloten weiter, die dann im Final 4 um den Tagessieg kämpfen. Für den ersten Platz gibt es zwölf, für den zweiten neun und für den dritten sieben WM-Punkte. Und natürlich werden alle technischen Fehler mit Sekundenstrafen geahndet, z. B. das zu hohe Passieren eines Tores oder die Berührung eines Air Gates. 2014 machte der Air-Race-Zirkus mit seinen ausgeklügelten Luftnummern gleich auf vier Kontinenten Station: Los ging’s Ende Februar in Abu Dhabi. Die weiteren Ziele: zweimal die Vereinigten Staaten (Dallas und Las Vegas), die idyllische kroatische Küstenstadt Rovinj, Gdynia in der Danziger Bucht (Polen), das britische Ascot und die aufstrebende Metropole Putrajaya auf der malaysischen Halbinsel. Auch bei der Logistik setzt die „Red Bull Air Race“-WM übrigens auf Spitzentechnologie: Als offizieller Logistikpartner bringt DHL Global Forwarding, der See- und Luftfrachtspezialist von Deutsche Post DHL, die leichtgewichtigen Rennflieger, Ersatzteile, den Treibstoff plus anderes Equipment wie beispielsweise die TV-Sendetechnik von Location zu Location. „Was seit meinem Air-Race-Debut vor sieben Jahren zum Glück übrigens immer gleich geblieben ist, sind die atemberaubenden Kulissen bei unseren Races. Egal, ob ich vor der Wolkenkratzer- Skyline von Abu Dhabi fliege, hoch über dem tiefblauen kroatischen Meer oder um die Freiheitsstatue herum – um diesen Arbeitsplatz beneiden mich viele.“ Und das glaubt man Arch aufs Wort. Denn das sind ja tatsächlich: schöne Aussichten!

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Die Wüste bebt

Feuer frei: Beim „Burning Man“-Festival bevölkern alljährlich mehr als 60.000 Freigeister die temporäre Wüstenstadt Black Rock City. Auf den sandigen Pisten der skurrilen Siedlung sind sie – zwischen gewaltigen Kunstinstallationen und Skulpturen – mit Art-Cars und „Mutant Vehicles“ unterwegs.

Willkommen im Parallel-Universum für Tagträumer. Wir befinden uns 150 Kilometer nordöstlich der 340.000-Seelen-Gemeinde Reno – für amerikanische Verhältnisse eher eine Kleinstadt, mitten in der glühend heißen Wüste des südwestlichen US-Bundesstaates Nevada. Auf einer riesigen Salztonebene, die 357 Tage im Jahr absolut kein Fünkchen Lebensfreude versprüht. Bis sich Ende August, quasi wie von Geisterhand, die wohl seltsamste und verrückteste „Stadt“ der Welt aus dem kargen Sandboden erhebt: Black Rock City – ein skurriler Lebens(t)raum für Künstler, Hippies und Partyjünger, der nur für wenige Tage erblüht. Um eine Fata Morgana handelt es sich bei der kurzlebigen Wüstenmetropole jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Die acht Tage, die Black Rock City alljährlich Realität sein darf, haben es in sich. Denn wenn der „Burning Man“ ruft, pilgern bunt kostümierte Menschenscharen aus aller Herren Länder in Richtung „Playa“, wie der Hotspot in der Einöde Nevadas auch genannt wird. Dort inszenieren sie sich selbst, installieren faszinierende Kunstwerke, viele davon auf vier oder mehr Rädern – sogenannte Art-Cars und „Mutant Vehicles“. Oder sie feiern ganz einfach nur kräftig ab. Doch was steckt hinter dem geheimnisvollen Mythos? Ganz einfach: 1986 bauten Larry Harvey und Jerry James an einem Strand bei San Francisco einen hölzernen Mann auf, der als Abschluss-Zeremonie eines kleinen Kunst-Happenings verbrannt wurde, vor nur rund 20 Teilnehmern. Die aber fanden offenbar Gefallen an dem Event. Denn vier Jahre später nahmen bereits 500 Leute am „Burning Man“ teil. Was natürlich ein sofortiges Veranstaltungsverbot der Stadtverwaltung von San Francisco nach sich zog. Und so verlegte Harvey seine „Burning Man“-Aktion in die Wüste von Nevada, wo sich niemand an dem schrägen Treiben störte.

Heiß auf mehr Text?

PLAYA IN DER EINÖDE
Heute, 22 Jahre später, hat das schillernde Kult-Festival längst Champions-League-Dimensionen erreicht: Vom 27. August bis 3. September 2012 bevölkerten wieder rund 60.000 Menschen die riesige „Playa“, die mittlerweile in einem Dreiviertel-Kreis aus mehreren, nach Uhrzeiten angeordneten, mit Buchstaben benannten Hauptstraßen und Ringen aufgebaut ist und somit die Ausmaße einer Stadt aufweist. Traditionell gibt es keinen Strom- oder Wasser anschluss. Dafür aber klare Regeln: So muss jeder sein eigenes Wasser für acht Festivaltage mitbringen und danach den gesammelten Müll wieder mit nach Hause nehmen. Außerdem sind auf dem Areal nur Fußgänger, Fahrradfahrer und eben Art-Cars oder „Mutant Vehicles“ zugelassen. Wann nun genau ein fahrbarer Untersatz als „Burning Man“-taugliches „Mutant Vehicle“ gelten darf, darüber gibt im Internet eine eigene Website der Veranstalter Auskunft – mit zahlreiche Kriterien, die es zu erfüllen gilt, will man eine Lizenz für sein Art-Car bekommen. Eine zentrale Bühne wie auf anderen Festivals gibt es nicht. Schließlich ist ganz Black Rock City eine einzige Präsentationsplattform. Um das Event – halb Kunstausstellung, halb Kommune – wirklich verstehen zu können, so empfehlen es die Veranstalter, würde nur eines helfen: selbst einmal teilnehmen. Was gar nicht so einfach ist: Die Tickets sind rar und nicht ganz billig, die Anreise bisweilen kompliziert. Dafür dürfen die Besucher vor Ort dann, so die Veranstalter, eine „experimentelle Gemeinschaft“ erleben, „die ihre Mitglieder herausfordert, sich mehr als in ihrem Alltag auszudrücken und auf sich selbst zu verlassen“. Das Motto in diesem Jahr: „Fertility 2.0“. Die Sinne zu befruchten in einer neuen Dimension, das gelang den unzähligen Künstlern, die sich selbst und ihre Projekte unter der gleißenden Sonne 2012 in Szene setzten, ganz ohne Frage.

ENDZEITSZENARIEN WIE AUS EINEM MAD-MAX-FILM
Und weiter: Fahrbare Holzhütten, von einem Traktor gezogen. Haifi sche auf Rädern, mit Neonröhren karnevalesk beleuchtet. Massive Streitwagen aus Altmetall, von einem blechernen Pferdekopf gekrönt. Drachen, Schnecken, Spinnen, Skorpione. Stahl, Feuer, Hitze. Realität gewordene Vehikel-Fantasien, von denen sich so mancher professionelle Fahrzeugdesigner eine Scheibe Kreativität abschneiden könnte. Berühmtheit erlangte zum Beispiel das achtbeinige Lauf-Fahrzeug „Mondo Spider“, das in vielen Ländern durch die Presse geisterte und auf einer Reihe von Festivals gastierte. Ein Vehikel, wie frisch aus einem Marvel-Comic entsprungen – so mutet die tierisch-technische Innovation an, die ein Team um fünf Nachwuchsingenieure aus dem kanadischen Vancouver 2007 für die damalige „Burning Man“-Ausgabe gebaut hatte. Als „erstes elektrisches Fahrzeug der Welt, das laufen kann“, bezeichneten sie ihre roboterhafte Stahlspinne stolz. Kunst findet sich auf dem „Burning Man“-Areal aber nicht nur auf Pisten und in Form großer Installationen, sondern regelrecht auch am Straßenrand: So waren die Besucher in diesem Jahr aufgefordert, aus einer swolarbetriebenen Lampe und einem Metallständer ihre ganz individuellen Straßenlaternen zu kreieren, die überall auf dem Festivalgelände aufgestellt wurden. Das Material stellten Künstler aus Los Angeles. Das Highlight war natürlich auch in diesem Jahr wieder das feierliche Verbrennen des 15 Meter hohen „Burning Man“ am letzten Festivaltag. Pünktlich am Morgen des amerikanischen „Labor Day“ (vergleichbar dem „Tag der Arbeit“ am 1. Mai in Deutschland) war der ganze Spuk schließlich wieder vorbei. Fast so, als hätte es diese wundervolle Traumwelt nie gegeben. Aber seit Walt Disney weiß man ja: Die Wüste lebt. In Nevada jedenfalls garantiert immer einmal im Jahr, im Frühherbst. Dann aber richtig.  

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